Color Bar & Färbebereich im Salon einrichten: Technik, Stauraum & Hygiene
Die Color Bar ist das Herz jedes Salons, der ernsthaft färbt: Hier werden Farben angemischt, Folien vorbereitet und Werkzeuge bereitgelegt. Wenn dieser Bereich schlecht geplant ist, kostet das jeden Tag Zeit, Nerven und Material – und im schlimmsten Fall landen Farbspritzer auf Boden, Wand und Kleidung. Dieser Leitfaden zeigt, worauf es bei der Planung eines Färbebereichs wirklich ankommt.
Was eine Color Bar leisten muss
Eine durchdachte Color Bar bündelt alles, was zum Anmischen und Auftragen gehört, an einem Ort – griffbereit, hygienisch und sauber zu halten. Drei Funktionen muss sie vereinen:
- Arbeitsfläche – robust, fugenarm und chemikalienbeständig zum Anmischen von Farbe und Blondierung
- Stauraum – Tuben, Entwickler, Schälchen, Pinsel und Folien sortiert und schnell erreichbar
- Technik – idealerweise Wasseranschluss, Steckdosen und gute Beleuchtung am selben Platz
Der richtige Standort im Salon
Die Color Bar gehört in die Nähe der Frisierplätze und des Waschbereichs – kurze Wege zwischen Anmischen, Auftragen und Auswaschen sparen über den Tag erstaunlich viel Laufzeit. Gleichzeitig sollte sie nicht im direkten Sichtfeld des Empfangs liegen, da hier Unordnung und Farbreste schnell entstehen. Ein halboffener, gut belichteter Bereich abseits der Kundenlaufwege ist meist die beste Lösung. Wer die Wege im Salon grundsätzlich optimieren will, findet im Planungs-Leitfaden die Basis.
Arbeitsfläche, Stauraum und Technik im Detail
| Element | Worauf achten |
|---|---|
| Arbeitsplatte | Pflegeleichte, fugenlose Oberfläche (z. B. HPL, Mineralwerkstoff). Beständig gegen Farbe und Entwickler, leicht abwischbar. |
| Schubladen & Fächer | Flache Züge für Tuben und Schälchen, hohe Fächer für Flaschen. Klare Ordnung nach Farblinien spart Suchzeit. |
| Farbwagen | Mobiler Trolley als Ergänzung – die Farbe kommt zum Stuhl statt der Kunde zur Bar. Ideal bei mehreren Plätzen. |
| Wasser & Strom | Ein kleines Becken zum Ausspülen von Schälchen ist Gold wert. Steckdosen für Waage, Fön oder Klimazange einplanen. |
| Abfall | Geschlossener Behälter für Folien- und Farbreste direkt integriert – nicht offen sichtbar. |
Hygiene und Materialschutz
Farbe und Blondiermittel sind aggressiv. Eine fugenlose Arbeitsfläche und ein robuster, chemikalienbeständiger Bodenbelag unter der Color Bar verhindern bleibende Flecken. Sinnvoll sind außerdem abwischbare Rückwände statt offener Tapete, ein Spender für Einmalhandschuhe sowie ein fester Platz für Reinigungstuch und Desinfektion. Wer hier von Anfang an pflegeleichte Materialien wählt, hält den Bereich auch nach Jahren noch ansehnlich.
Color Bar als Designelement
Eine gut gestaltete Color Bar muss sich nicht verstecken – im Gegenteil. Mit hochwertiger Front, indirektem Licht und stimmigem Farbkonzept wird sie zum sichtbaren Zeichen färberischer Kompetenz. Viele Premium-Salons inszenieren die Bar bewusst als Mittelpunkt, an dem Handwerk sichtbar wird. Entscheidend ist die Balance: repräsentativ genug, um Eindruck zu machen, und funktional genug, um den Arbeitsalltag zu tragen.
Fazit
Die Color Bar entscheidet über Tempo, Sauberkeit und Qualität im Färbeservice. Wichtig sind ein kluger Standort nahe Frisier- und Waschbereich, eine chemikalienfeste Arbeitsfläche, durchdachter Stauraum, farbechtes Licht und konsequente Hygiene. Plane sie nicht als Nachgedanke, sondern als festen Baustein im Gesamtkonzept – genau das übernimmt unser hauseigener Innenarchitekt, von der Anordnung bis zur fertigen Fläche.
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