Saloneinrichtung: Das große Fachbegriff-Glossar | 3A Concepts

Saloneinrichtung: Das große Fachbegriff-Glossar

50+ Fachbegriffe aus der Welt der Friseureinrichtung – von A wie Arbeitswagen bis Z wie Zentralabsaugung. Ihr Nachschlagewerk für Planung, Einkauf und Fachgespräche.

Warum dieses Glossar?

Beim Gespräch mit Einrichtern, Handwerkern und Lieferanten fallen viele Begriffe, die nicht selbsterklärend sind. Wer die Fachsprache kennt, kann besser verhandeln, präziser beauftragen und teure Missverständnisse vermeiden. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe der Saloneinrichtung.

A – F

Ablassventil (Hydraulikablassventil)

Das Ventil an einer hydraulischen Fußpumpe, das den kontrollierten Ölrückfluss ermöglicht und damit das Absenken des Frisierstuhls steuert. Ein defektes Ablassventil äußert sich durch unkontrolliertes oder ruckartiges Absinken des Stuhls.

Arbeitswagen / Bedienwagen

Fahrbarer Unterschrank mit Schubladen oder offenen Fächern zur Aufnahme von Frisierwerkzeug, Produkten und Zubehör. Unterschied: Arbeitswagen (geschlossene Schubladen) vs. Bedienwagen (offene Ablagen, seitlich zugänglich).

Armatur (Einhebelmischer / Mischbatterie)

Das Wassersystem am Waschplatz. Der Einhebelmischer (ein Griff für Temperatur und Menge) ist im Salonbereich Standard. Die Mischbatterie ist der übergeordnete Begriff für alle Armaturen, die Warm- und Kaltwasser mischen.

Aufsatzwaschbecken / Unterbauwaschbecken

Keramikbecken am Waschplatz. Aufsatzbecken steht auf einer Unterschrankplatte (sichtbar), Unterbauwaschbecken ist von unten in die Arbeitsplatte eingebaut (bündige Oberfläche).

Barbershop-Stuhl (Barber Chair)

Spezifischer Stuhltyp für Barbershops: klassische T-Fuß-Basis, feste oder klappbare Fußstütze, oft mit Rückenverstellung bis fast in die Liegeposition, historische Anmutung. In der Regel schwerer und massiver als normale Friseurstuehle.

Bediensäule / Frisiersäule

Standeinheit, die Spiegelstation und Arbeitsbereich auf einer freistehenenden Säule vereint – keine Wandmontage erforderlich. Ideal für Salons, bei denen beide Seiten des Arbeitsplatzes zugänglich sein sollen (Back-to-Back-Anordnung).

Chrom-Galvanisierung

Verfahren zur Aufbringung einer Chromschicht auf Stahlteile von Friseurstuehlen. Hochglanzchrom ist optisch anspruchsvoll, aber pflegeintensiver als gebürsteter Stahl. Mattschwarz-Pulverbeschichtung ist eine pflegeleichtere Alternative.

Drehgestell / Sockel

Untergestellkonstruktion des Frisierstuhls mit dem 360°-Drehmechanismus. Materialien: Gusseisen (schwer, stabil), Aluminium (leichter), Stahl. Der Drehmechanismus kann gesperrt werden (Arretierung) oder frei drehen.

Empfangstheke / Rezeptionstheke

Die Einheit am Eingang des Salons für Kundenempfang, Kassierung und Terminverwaltung. Unterschieden in: Standardtheke (fertige Modelle), Maßanfertigung (individuelle Maße/Materialien), L-Form oder U-Form für große Salons.

Erstschnitt-Stuhl

Spezieller Kinderstuhl oder -aufsatz für den ersten Haarschnitt von Kleinkindern (1–3 Jahre). Oft mit Sicherheitsgurt, hohem Rücken und kindgerechter Optik ausgestattet. Marketinginstrument für Familiensalons.

Farbmischer-Armatur

Spezielle Armatur für Colorierungswaschplätze mit präziser Temperaturregelung (Thermostat-Mischbatterie). Hält die Wassertemperatur konstant auf dem eingestellten Wert – wichtig für Colorierungs-Auswaschergebnisse.

Fußhebel / Fußpedal (Hydraulik)

Das fußbediente Bedienelement zum Pumpen (Heben) und Ablassen (Senken) des hydraulischen Frisierstuhls. Hochwertige Modelle haben einen Chromhebel mit präzisem Mechanismus; günstigere nutzen einfache Kunststoffhebel.

G – L

Gestellhöhe / Sitzhöhe (min./max.)

Der einstellbare Höhenbereich des Frisierstuhls. Die minimale Sitzhöhe (Stuhl ganz unten) ist wichtig für kleine Kunden; die maximale Höhe entscheidend für ergonomisches Arbeiten großer Friseure. Standard: 43–58 cm; Premium: 40–65 cm.

HPL (High Pressure Laminate)

Hochdrucklaminat – das häufigste Oberflächenmaterial für Arbeitsplatten, Theken und Schubladenverkleidungen in Salons. Extrem kratzfest, leicht zu reinigen, in hunderten Dekoren erhältlich. Empfindlich gegenüber starken Lösungsmitteln und Stößen an Kanten.

Hubzylinder / Hydraulikzylinder

Das Herzstück der hydraulischen Höhenverstellung im Frisierstuhl. Ein einseitig wirkender Zylinder wird durch Öldruck nach oben gedrückt. Qualitätszylinder halten 15–20 Jahre; Dichtungsdefekte äußern sich durch langsames Absinken des Stuhls.

Kartusche (Armatur)

Das Herzstück des Einhebelmischers – ein austauschbares Kunststoffbauteil, das Warm- und Kaltwasserstrom mischt und reguliert. Bei Tropfen aus der Armatur ist in der Regel die Kartusche defekt und muss ausgetauscht werden (Kosten: 15–80 EUR).

Kipper / Kippsessel

Älterer Begriff für Friseurstuehle mit manuell oder hydraulisch kippbarer Rückenlehne. Heute wenig verwendet; moderne Stühle haben stufenlos verstellbare Rückenlehnen statt fixierter Kippwinkel.

Klebstoffanker / Wandbefestigung

Befestigungssystem für Spiegelstationen und Wandmöbel. Chemische Anker (Injektionsmörtel) oder Spreizdübel werden je nach Wandmaterial (Beton, Gipskarton, Ziegel) gewählt. Falsche Befestigung führt zu gefährlichem Absturz schwerer Spiegel.

Kunstleder (PU-Kunstleder / PVC-Kunstleder)

Das Standardpolstermaterial für Friseurstuehle. PU-Kunstleder (Polyurethan) ist weicher und schadstoffärmer; PVC-Kunstleder ist robuster und günstiger. Im Salonbereich empfohlen: PU-Kunstleder mit mind. 0,9 mm Stärke für gute Haltbarkeit.

LED-Panel / LED-Lichtrahmen

Integrierte Beleuchtung an Spiegelstationen. Ideal: warm-weißes LED (2.700–3.000 K), mind. 500 Lux Beleuchtungsstärke für farbechte Arbeit. Schlechte LED-Beleuchtung lässt Haarfarben unnatürlich wirken und beeinträchtigt die Qualität von Colorierungskorrekturen.

Liegender Waschplatz / Rückenwaschplatz

Waschplatztyp, bei dem der Kunde in liegender Position gewaschen wird – die Wirbelsäule liegt entspannt, der Kopf liegt in einer Nackenschale über dem Becken. Standard in südeuropäischen Salons; wachsend populär in Deutschland (Head-Spa-Trend).

Linearmotor (elektrischer Frisierstuhl)

Elektromotortyp für die stufenlose Höhenverstellung elektrischer Friseurstuehle. Linearmotor ist leiser und langlebiger als Spindelmotoren; hochwertige Modelle erreichen unter 40 dB im Betrieb.

M – R

Maßanfertigung / Maßmöbel

Salonmöbel, die nach individuellen Maßen und Designvorgaben gefertigt werden – im Gegensatz zu Standardmöbeln aus dem Sortiment. Empfehlenswerter für ungewöhnliche Raummaße, spezifische Farbkonzepte oder Nischenlösungen. 3A Concepts koordiniert Maßanfertigungen mit unseren Herstellerpartnern.

Massagesitz / Massagesessel

Möbelstück für Warte- oder Head-Spa-Bereiche mit integrierter Vibrations- oder Shiatsu-Massagefunktion. Unterscheidet sich vom Behandlungssessel durch stärkere Massage-Intensität und breiteren Sitzbereich.

MDF (Medium Density Fiberboard)

Pressholzplatte mit mittlerer Dichte – Trägermaterial für lackierte Möbelfronten, Schubladen und Korpusinnenseiten. MDF ist verarbeitbar, aber feuchtigkeitsempfindlich; in Nassbereichen (Waschplatz-Unterschränke) immer imprägniertes oder hydrophobes MDF verwenden.

Nackenstütze / Nackenschale

Gepolstertes oder geformtes Auflagelement am Waschplatz zur Stützung des Kundenkopfes beim Waschen. Qualitätsmerkmal: höhenverstellbar, weich gepolstert, abwaschbar. Beim liegenden Waschplatz zusätzlich: anatomisch geformt für HWS-Entlastung.

Neigungsverstellung / Rückenverstellung

Mechanismus zur Einstellung des Winkels der Rückenlehne eines Frisierstuhls oder Waschplatzes. Manuell (Rastung), stufenlos-manuell (Gasdruckfeder) oder elektrisch (Motor). Wichtig für barrierefreie Zugänglichkeit und Komfort bei langen Behandlungen.

Parkettlack / Salonboden

Im Salonkontext: der Bodenbelag und dessen Schutzversiegelung. Empfohlen für Salons: PVC-Designbelag (robust, wasserdicht, günstig), Feinsteinzeug (hochwertig, pflegeleicht) oder Klick-Vinyl. Echtes Parkett ist wegen der Pflegeintensität und Feuchtigkeitsempfindlichkeit im Salonbereich eher ungeeignet.

Polsteraustausch / Polsterneubezug

Erneuerung des Polsterbezugs (Kunstleder) und ggf. der Schaumstoffeinlage bei abgenutzten Friseurstuehlen oder Waschplätzen. Kostengünstigere Alternative zum Neukauf bei funktionstüchtigem Gestell und Hydraulik. Kosten: 80–200 EUR pro Stuhl.

PVC-freies Kunstleder / REACH-konform

Qualitätsmerkmal: PVC-freies Kunstleder enthält kein Polyvinylchlorid und ist daher schadstoffärmer. REACH-konforme Materialien (EU-Chemikalienverordnung) sind auf gesundheitlich unbedenkliche Inhaltsstoffe geprüft – relevant für Allergiker und Qualitätssalons.

Raumplanung / Grundrissplanung

Maßgenaue Planung der Anordnung aller Möbel, Wege und technischen Anschlüsse im Salonraum. Gute Raumplanung optimiert Laufwege, maximiert die Anzahl der Plätze bei vorgegebener Fläche und sorgt für ergonomisches Arbeiten. 3A Concepts erstellt Raumplanungen auf Basis Ihrer Grundrisszeichnung.

Rückenwaschplatz

→ Liegender Waschplatz (Synonym)

S – Z

Schaumstoffkern / Schaumstoffdichte

Der Füllkern im Polster eines Frisierstuhls. Qualitätsmerkmal: Rohdichte von mind. 40 kg/m³ (hochwertiger Sitzschaum). Günstigere Stühle haben 25–30 kg/m³ und geben schneller nach. Schaumstoff kann beim Polsteraustausch mit erneuert werden.

Schwarze Salonmöbel / Dark Luxury

Designtrend 2024–2026: vollständig schwarz ausgestattete Salons (schwarze Stühle, schwarze Spiegelstationen, schwarze Theke). Positiv: starke Social-Media-Wirkung, exklusives Erscheinungsbild. Negativ: erfordert warmtonige Beleuchtung und helle Kontraste, sonst wirkt es bedrückend.

Siphon / Geruchsverschluss

Wasserführende Rohrunterbrechung unter dem Waschbecken, die verhindert, dass Kanalgerüche in den Salon aufsteigen. Waschplatzsiphons müssen regelmäßig auf Haaransammlungen und Fremdkörper gereinigt werden – monatlich im aktiven Betrieb empfohlen.

Spiegelstation / Frisierspiegelstation

Gesamtkonstruktion aus Spiegel, Ablagebrett und ggf. Steckdosen am Frisierarbeitsplatz. Unterschieden in: wandhängend, freistehend, beleuchtet, mit/ohne Ablage. Maße: mind. 60 × 100 cm (B × H) für vollständige Kundenansicht empfohlen.

Thermostatarmatur

Spezielle Armatur mit einstellbarer Temperaturkonstanthaltung (Thermostat). Auch bei schwankendem Wasserdruck hält sie die voreingestellte Temperatur. Besonders empfohlen für Waschplätze, wo Kunden direkten Hautkontakt mit dem Wasser haben.

Trockenbau / Gipskartonwand

Schnelle und günstige Methode zur Errichtung von Trennwänden ohne Maurerarbeiten. Gipskartonplatten auf Metallständerwerk – ideal für Kabinen, Abtrennungen im Salon. Nachteil: nicht für schwere Wandmontagen geeignet ohne spezielle Verankerungspunkte.

Ultraschall-Behandlungsgerät (Head Spa)

Gerät zur Tiefenwirkung bei Kopfhautbehandlungen. Ultraschallwellen (ca. 1 MHz) durchdringen die Haut und unterstützen die Wirkstoffeinschleusung von Seren und Ölen. In professionellen Head-Spa-Behandlungen eingesetzt – nicht zu verwechseln mit einfachen Massagegeäten.

Unterbauschrank / Waschplatz-Unterschrank

Möbelunterschrank unter dem Waschbecken am Waschplatz zur Aufnahme von Wasseranschlüssen, Siphon und Verbrauchsmaterial (Handtücher, Pflegeprodukte). Material muss feuchtigkeitsresistent sein (HPL, feuchtraumgeeignetes MDF oder Kunststoff).

Vornewaschplatz / Sitzender Waschplatz

Klassische Waschplatzkonstruktion, bei der der Kunde vorwärts (zum Becken gebeugt) oder mit rückwärts geneigtem Kopf (Nackenauflage-Konstruktion) gewaschen wird. Im Gegensatz zum liegenden Rückenwaschplatz.

Wandabsorber / Akustikpaneel

Schallabsorbierendes Wandelement zur Reduktion von Nachhall und Lärmpegel im Salon. Materialien: Schaumstoff (billig, unansehnlich), Mineralwolle hinter Stoff (wirksam, dekorativ), Holzlamellenpaneele (dekorativ, mittlere Wirkung). Investition 200–1.500 EUR je nach Größe und Material.

Wartungsintervall (Frisierstuhl)

Empfohlener Turnus für Wartungsarbeiten am Frisierstuhl: Hydrauliköl prüfen, Drehlager ölen, Dichtungen prüfen. Im aktiven Betrieb (6+ Stunden täglich) empfohlen: alle 3 Monate. Bei geringer Auslastung: halbjährlich. Konsequente Wartung verlängert die Lebensdauer erheblich.

Zentralabsaugung

Technisches System zur zentralen Absaugung von Haarschnipsel und Staub an den Arbeitsplätzen. Über ein Rohrsystem im Boden wird jeder Platz an eine zentrale Filtereinheit angeschlossen. Vorteil: kein Fegaufwand, hygienischer Boden. Nachteil: hohe Installationskosten, nur bei Neubau oder Kernsanierung sinnvoll.

Markennamen erklärt: Die wichtigsten Hersteller

Marke Herkunft Positionierung Bekannt für
Alpeda Türkei Mittelklasse bis Premium Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, breites Sortiment
Gamma & Bross Italien Premium Designorientiert, italienisches Handwerk, Barbershop-Stühle
Greiner Hairline Deutschland Premium bis Luxury Made in Germany, höchste Fertigungsqualität, lange Garantie
Nelson Mobilier Frankreich Premium bis Luxury Französisches Design, Waschplätze, Spa-Konzepte
Maletti Italien Mittelklasse bis Premium Barbershop-Tradition, breites internationales Sortiment
Comfortel Australien/China Einsteiger bis Mittelklasse Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger
Ayala Polen Einsteiger bis Mittelklasse Großes Sortiment, oft günstigster Einstieg, direkte Importe
Hinweis zu Markennamen:
Die Qualität innerhalb einer Marke variiert erheblich nach Modell und Preissegment. Ein Greiner-Einstiegsmodell ist nicht zwangsläufig besser als ein Alpeda-Premium-Modell. Im Showroom Hannover können Sie alle Stühle direkt vergleichen – Material, Hydraulik, Verarbeitung.
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Mit dem Wissen aus diesem Glossar können Sie präziser planen. 3A Concepts begleitet Sie auf dem Weg zum fertigen Salon.
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