Was haben Friseursalons aus der Corona-Pandemie gelernt? Belüftung, Hygiene, Umbau | 3A Concepts

Was haben Friseursalons aus der Corona-Pandemie gelernt? Belueftung, Hygiene, Umbau

Die Pandemie hat Friseursalons gezwungen, ihre Raumgestaltung neu zu denken. Diese Lehren sind auch 2026 noch relevant.

Die Corona-Pandemie war fuer die Friseurbranche eine Zasur: Monate der Schliessung, drastische Auflagen bei der Wiedereroeffnung und ein fundamental gestortes Verhaeltnis der Kunden zur Nahbegegnung. Aber aus der Not wurden Tugenden: Viele Salons haben die Pandemiezeit genutzt, um zu renovieren und Lehren zu ziehen, die dauerhaft Bestand haben.

Lektion 1: Belueftung ist kein Luxus – sie ist Pflicht

Corona hat die Bedeutung der Raumlufthygiene ins oeffentliche Bewusstsein gebracht. Friseursalons sind typischerweise kleine, schlecht belueftete Raeume, in denen mehrere Menschen auf engem Raum zusammenarbeiten. Die Learnings:

  • Luftaustausch: Mindestens 3–5-facher Luftwechsel pro Stunde ist empfehlenswert. Bei 40 m² Salonflaeche und 2,7 m Raumhoehe: ca. 540–900 m³/h Luftvolumen pro Stunde
  • HEPA-Luftreiniger: Mobile Geraete mit HEPA-H13-Filter kosten 200–500 Euro und reduzieren Viren, Bakterien und Haarstaub signifikant
  • CO2-Ampel: Ein einfaches Geraet (ab 50 Euro) zeigt an, wann die Luft stickig wird – und wann gelueftet werden muss
  • Fenster und Tueren: Regelmaessige Stosslueeftung (3–5 Minuten, alle 30–60 Minuten) ist einfach und wirksam

Technische Anforderungen: Die ASR A3.6 (Arbeitstaettenregel Lueftung) legt Mindeststandards fuer Belueftungsanlagen in Arbeitsraeumen fest. Sie gilt auch nach der Pandemie.

Lektion 2: Hygiene-Stationen als permanente Einrichtung

Desinfektionsmittelspender am Eingang, die in der Pandemie hastig aufgestellt wurden, sind heute eine Selbstverstaendlichkeit – und ein Zeichen von Professionalitaet. Moderne Salons integrieren sie elegant in die Einrichtung:

  • Wandmontierte Design-Spender in Chrom oder Messing – kein Plastik-Spender vom Baumarkt
  • Spender am Eingang, am Waschplatz und am Empfang
  • Spendehalter, die optisch zur Einrichtung passen (koennen bei der Salonplanung von Anfang an eingeplant werden)

Lektion 3: Abstaende und Trennwaende

Viele Salons haben in der Pandemie Trennwaende aus Plexiglas aufgestellt – ein Notbehelf. Die nachhaltigere Loesung: bauliche Massnahmen und groessere Abstaende zwischen den Frisierplaetzen, die auch ohne Trennwand wirken:

Empfehlung Vorher (Mindestmass) Nach Corona (Empfehlung)
Abstand zwischen Frisierstuehlen 0,8–1,0 m 1,2–1,5 m
Wartebereich-Abstand nebeneinander versetzt, mit Sichtschutz
Empfangstheke offen Spuckschutzscheibe oder erhoehte Theke

Lektion 4: Salonplanung mit Hygienekonzept von Anfang an

Wer seinen Salon heute neu plant oder umbaut, sollte Hygiene von Anfang an mitdenken:

  • Bodenbelaege: Glatte, fugenfreie Oberflaechen (z.B. Vinylplanken statt Fliesen mit tiefen Fugen) sind leichter zu reinigen
  • Griff-Oberflaechen: Moeglichst wenige Griffe und Knaeue – Schiebetueren statt Drehknaeuen
  • Kontaktlose Wasserhahnen am Waschplatz: Sensor-Armaturen sind hygienisch und komfortabel
  • Separate Schmutzwaesche-Bereich: Getrennte Lagerung von benutzen und sauberen Handtuechern

Lektion 5: Die psychologische Dimension

Corona hat auch das Sicherheitsgefuehl der Kunden veraendert. Kunden achten seitdem staerker darauf, ob ein Salon sauber und gepflegt wirkt. Ein frisch eingerichteter, heller, gut beluefteter Salon signalisiert Professionalitaet und Sicherheit – und baut Vertrauen auf, das in den Pandemie-Jahren gestoert wurde.

Fazit: Die Corona-Pandemie war ein Schock fuer die Branche. Aber sie hat auch einen Modernisierungsschub ausgeloest. Salons, die in Belueftung, Hygiene und zeitgeaesses Design investiert haben, kommen seitdem besser an als je zuvor.
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