Salonplanung & Grundriss – so richten Sie Ihren Salon optimal ein | 3A Concepts

Salonplanung & Grundriss – so richten Sie Ihren Salon optimal ein

Flächenbedarf, Zonen, Laufwege, Elektro- und Wasserplanung – der professionelle Leitfaden für Ihren Traumsalon.

Auf einen Blick Mindestens 4,5 m² pro Frisierplatz (inkl. Friseurgang), 3,5 m² pro Waschplatz. Hauptgänge müssen mindestens 90 cm breit sein, Friseurgänge mindestens 100 cm. Die wichtigste Regel: erst den Grundriss planen, dann Möbel kaufen. Wer Möbel ohne Grundrissplanung kauft, riskiert teure Fehlkäufe und unbefriedigende Laufwege. 3A Concepts erstellt Ihren Grundriss kostenlos im Beratungsgespräch.

Der häufigste und teuerste Fehler beim Salonaufbau ist nicht die falsche Möbelwahl – es ist das Fehlen eines durchdachten Grundrisses vor dem ersten Kauf. Möbel, die im Showroom perfekt wirken, können im tatsächlichen Raum die Laufwege blockieren, Stromanschlüsse an der falschen Stelle liegen oder den Wasserinstallateur vor unlösbare Aufgaben stellen. Eine professionelle Salonplanung spart nicht nur Geld, sondern sorgt dafür, dass Sie in Ihrem Salon täglich effizient und angenehm arbeiten können.

Warum Planung vor dem Möbelkauf entscheidend ist

Die meisten Salonbesitzer, die ihren ersten Salon eröffnen, machen denselben Fehler: Sie sehen einen schönen Friseurstuhl, einen stilvollen Spiegel oder einen eleganten Waschsessel – und kaufen, bevor sie den Grundriss geplant haben. Das Ergebnis sind typische Folgefehler:

  • Frisierstühle stehen zu eng zusammen, Friseur und Kunde kommen kaum aneinander vorbei
  • Waschplatz ist an der falschen Wand – kein Wasseranschluss in der Nähe, teure Leitungsführung nötig
  • Steckdosen fehlen an den Frisierplätzen – Kabelkanal als sichtliche Notlösung
  • Empfangsbereich blockiert den Hauptzugang oder schafft Engpässe beim Verlassen
  • Kein Lagerraum eingeplant – Produkte stapeln sich im Farbmischbereich

Alle diese Fehler sind vermeidbar – durch eine strukturierte Planung, die Zonen, Laufwege, Elektro- und Wasseranschlüsse vor dem ersten Möbelkauf festlegt. Bei 3A Concepts gehört dieser Planungsschritt zum kostenfreien Beratungsangebot.

Flächenbedarf berechnen – die Zahlen die zählen

Zone Mindestfläche Empfehlung Anmerkung
Frisierplatz (inkl. Friseurgang) 4,5 m² 5,5–6,0 m² Breite min. 120 cm, Tiefe min. 160 cm inkl. Rückengang
Waschplatz (inkl. Friseur-Bereich) 3,5 m² 4,5 m² Breite min. 80 cm, Tiefe min. 200 cm
Empfang / Kasse 4,0 m² 6,0–8,0 m² Inkl. Bewegungsraum vor Tresen, Garderobe
Wartebereich 3,0 m² (2 Personen) 5,0–8,0 m² Pro wartende Person ca. 1,2 m² Sitzfläche + Puffer
Farbmischbereich / Labor 2,0 m² 3,5–5,0 m² Abwaschbarer Boden, Spüle mit Abfluss, Belüftung
Personal / WC 2,5 m² (gesetzl. Minimum) 4,0 m² Getrennt von Kundenbereich, Pflicht ab 5 Mitarbeitern
Lager / Materialraum 2,0 m² 4,0–6,0 m² Oft unterschätzt – Produkte, Handtücher, Ersatzteile
Faustregel für die Gesamtfläche Multiplizieren Sie die Anzahl Ihrer Frisierplätze mit 8–10 m² – das ergibt eine realistische Gesamtfläche inkl. aller Nebenbereiche. Ein 4-Platz-Salon benötigt ca. 35–45 m² Nutzfläche. Weniger ist technisch möglich, aber ergonomisch und arbeitssicherheitsrechtlich problematisch.

Die 7 Salonzonen und ihre Funktion

Zone 1: Empfang und Kasse

Der Empfang ist die erste und letzte Begegnung des Kunden mit Ihrem Salon. Er muss gut sichtbar vom Eingang aus positioniert sein, gleichzeitig aber den Laufweg in den Salon nicht blockieren. Ideal: L-förmige Theke, die Sicht auf den Eingang und den Salon gleichzeitig ermöglicht. Hier gehören auch: Terminbuchungs-Monitor, Kassensystem, Produktregal für Impulskäufe.

Zone 2: Frisierbereich

Der Kern des Salons. Die Frisierplätze sollten möglichst an einer Wand (mit Spiegel) angeordnet sein und ausreichend Seitenabstand haben. Rücken-an-Rücken-Aufstellung (zwei Reihen) ist bei größeren Salons möglich, erfordert aber mindestens 300 cm Tiefe für beide Reihen inkl. Mittelgang.

Zone 3: Waschplätze

Die Waschplätze brauchen Wasserzugang, weshalb sie idealerweise an einer Außenwand oder in der Nähe der Hauptleitungen liegen. Wichtig: Sie sollten von den Frisierplätzen aus schnell erreichbar sein (max. 5–6 m Weg), aber so positioniert, dass sie keine Hauptlaufwege kreuzen.

Zone 4: Wartebereich

Der Wartebereich sollte nah am Empfang, aber räumlich abgetrennt vom aktiven Frisierbereich sein. Kunden, die warten, sollen entspannen können, ohne durch vorbeigehende Friseure oder Absperrungen gestört zu werden.

Zone 5: Farbmisch- und Laborbereich

Dieser Bereich braucht: eine Spüle mit Abfluss, abwaschbaren Boden und Wandbelag, ausreichende Belüftung (Chemikalien-Ausdünstungen) und Beleuchtung für präzises Farbmischen. Er muss nicht repräsentativ sein, aber funktional und hygienisch.

Zone 6: Personal und Sanitär

Ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl ist ein separates Personal-WC gesetzlich Pflicht. Mindestgröße: 2,5 m² nach Arbeitsstättenverordnung. Idealerweise auch eine kleine Personalgarderobe oder Schließfächer.

Zone 7: Lager

Handtücher, Einwegkragen, Produkte, Ersatzteile, Reinigungsmittel – der Lagerbedarf wird massiv unterschätzt. Planen Sie mindestens 2 m² ein, besser 4–6 m². Ein gut organisiertes Lager spart täglich Zeit.

Laufwege und Ergonomie – die unterschätzte Planungsgröße

Laufwege entscheiden über den Arbeitskomfort und die Sicherheit im Salon. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt Mindestbreiten vor, die im Friseurbereich häufig unterschritten werden.

  • Hauptgang (Kundenweg): Mindestens 90 cm breit – für das ungehinderte Passieren von Personen mit Jacke oder Mantel.
  • Friseurgang (hinter dem Stuhl): Mindestens 100 cm – damit der Friseur frei um den Stuhl herumgehen kann, ohne sich bücken oder drehen zu müssen.
  • Kreuzungsfreiheit: Hauptgänge und Friseurgänge sollten sich nicht überschneiden. Wo sie sich kreuzen müssen, muss der Übergangsbereich mind. 120 cm breit sein.
  • Barrierefreiheit: Nach DIN 18040 muss der Kundenbereich stufenlos erreichbar sein. Im Friseurbereich ist ein Rollstuhlmanövrier-Radius von 150 cm Pflicht, wenn Barrierefreiheit gefordert wird.
Laufweg-Test vor dem Aufbau Bevor Möbel aufgestellt werden: Markieren Sie alle Möbelkanten mit Klebeband auf dem Boden und simulieren Sie die Laufwege physisch. Gehen Sie durch den Salon, drehen Sie sich, öffnen Sie imaginäre Schubladen. Was in der Zeichnung logisch wirkt, kann im Raum enger sein als erwartet.

Elektroplanung – was wo gebraucht wird

Elektrik ist die teuerste Nachkorrektur. Was nach dem Fliesen und Möbelaufstellen fehlt, kostet ein Vielfaches dessen, was eine sorgfältige Vorabplanung gekostet hätte.

  • Frisierplatz: Mindestens 2 × Steckdosen 230V/16A pro Platz (Trockner, Glätteisen, Trimmer). Besser: 3 Steckdosen + 1 USB-Ladepunkt.
  • Waschplatz: 1 × 230V für eventuelle Massagefunktion oder Thermostatmischer mit digitalem Display.
  • Beleuchtung: Separater Stromkreis für Beleuchtung, unabhängig von Gerätesteckdosen. Dimmer-Schaltkreis für Ambientelicht vorsehen.
  • Sicherungskasten: Dimensionierung nach Gesamtlastberechnung; typisch für 4-Platz-Salon: 3-phasiger Anschluss, 63A Hauptsicherung.
  • Unterputz vs. Kabelkanal: Unterputz-Installation ist optisch besser, aber nur vor dem Fliesen möglich. Kabelkanäle als Nachrüstlösung sind hygienisch unbedenklich, aber weniger elegant.
  • Netzwerk: LAN-Anschlüsse (RJ45) an Empfang und Kasse einplanen – WLAN allein ist für Kassensysteme nicht zuverlässig genug.

Wasserplanung – Positionen entscheiden über Kosten

Die Position der Wasser- und Abflussanschlüsse ist nach der Elektrik der zweite große Kostenhebel in der Salonplanung. Falsch positionierte Anschlüsse bedeuten teure Stemm- und Verlegungsarbeiten.

  • Anschluss-Position: Immer hinter dem Waschplatz, mittig in der Wanne – nicht seitlich oder seitlich-versetzt. Seitliche Anschlüsse erfordern gebogene Rohrleitungen, die Druck verlieren und Vibrationsgeräusche erzeugen.
  • Bodenablauf: Im Farbmischbereich und optional unter dem Waschplatz; DN50-Abfluss.
  • Warmwasserbereiter: Muss in direkter Nähe zu den Waschplätzen positioniert werden. Mehr als 3–4 m Leitungsweg bedeutet lange Kaltwasser-Wartezeiten.
  • Haarsieb-Pflicht: Jeder Friseur-Abfluss braucht ein Haarsieb. Bei Umbau zugängliche Revisions-Öffnungen einplanen.

Von der 2D-Planung zur 3D-Visualisierung – unser Ablauf

Bei 3A Concepts durchläuft jede Salonplanung einen strukturierten Prozess, der sicherstellt, dass Sie vor dem ersten Kauf ein klares Bild von Ihrem Salon haben:

  • Schritt 1 – Beratungsgespräch: Aufnahme Ihres Raumplans, Dienstleistungsangebots, Budget und Stilvorstellungen.
  • Schritt 2 – 2D-Grundriss: Zonierung, Möbelanordnung, Laufwege, Anschluss-Positionen – alles maßstabsgetreu.
  • Schritt 3 – 3D-Visualisierung: Fotorealistische Darstellung des geplanten Salons in Ihrer Farbwelt und mit Ihren Möbeln.
  • Schritt 4 – Materialauswahl: Bezugsmaterialien, Farben, Oberflächen werden gemeinsam festgelegt.
  • Schritt 5 – Freigabe und Bestellung: Erst nach Ihrer Freigabe des Plans gehen die Bestellungen raus.
  • Schritt 6 – Umsetzungsbegleitung: Wir sind während des Aufbaus erreichbar und koordinieren Lieferung und Montage.

Checkliste Salonplanung – 20 Punkte

  • Grundrissplan des Mietraums (maßstabsgetreu, mit Türen und Fenstern)
  • Position und Anzahl vorhandener Wasser-/Abflussanschlüsse
  • Position des Elektroverteilers / Sicherungskastens
  • Anzahl geplanter Frisierplätze
  • Anzahl geplanter Waschplätze
  • Empfangsbereich geplant (Größe, Position)
  • Wartebereich geplant (Anzahl Sitze)
  • Farbmischbereich / Labor berücksichtigt
  • Personal-WC vorhanden oder geplant
  • Lagerbereich eingeplant
  • Laufwege ≥90 cm (Hauptgänge)
  • Friseurgänge ≥100 cm geprüft
  • Barrierefreiheit bewertet
  • Elektrosteckdosen je Platz (mind. 2×) geplant
  • Beleuchtungskonzept entschieden (Lux-Werte, Farbtemperatur)
  • Warmwasserbereiter dimensioniert und positioniert
  • Haarsiebe je Abfluss geplant
  • Thermostatmischer je Waschplatz geplant
  • 3D-Visualisierung erstellt und freigegeben
  • Handwerkergewerke (Elektriker, Sanitär, Fliesenleger) beauftragt

Häufige Planungsfehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Möbel vor Grundriss kaufen: Ergibt Möbel, die nicht in den Raum passen oder die Laufwege blockieren.
  • Waschplatz ohne Wasseranschluss in der Nähe: Führt zu teurer Leitungsführung oder sichtbaren Rohren.
  • Zu wenig Steckdosen: Verlängerungskabel und Mehrfachstecker auf dem Boden sind ein Unfallrisiko und sehen unprofessionell aus.
  • Kein Lager eingeplant: Handtücher, Produkte und Verbrauchsmaterial stapeln sich im Sicht-Bereich.
  • Beleuchtung zu spät geplant: Aufputz-Nachinstallation ist teurer und weniger elegant als Unterputz-Planung.
  • Farbmischbereich ohne Belüftung: Farb- und Chemikalien-Ausdünstungen müssen abgeführt werden – fehlende Belüftung ist ein Arbeitsschutzverstoß.

Häufige Fragen zur Salonplanung

Wer erstellt meinen Grundriss – und was kostet das? 3A Concepts erstellt den Grundriss und die 3D-Visualisierung im Rahmen des Beratungsgesprächs kostenlos für Kunden, die ihre Einrichtung bei uns kaufen. Das ist unser Standard-Serviceumfang – kein Zusatzangebot, das extra berechnet wird. Für externe Planung (z. B. durch einen Innenarchitekten) kalkulieren Sie 1.500–5.000 €, je nach Komplexität.
Wie lange dauert die komplette Salonplanung bis zur Eröffnung? Realistische Planung: 6–16 Wochen vom ersten Beratungsgespräch bis zur Eröffnung. Davon entfallen 2–4 Wochen auf Planung und Freigabe, 4–8 Wochen auf Lieferzeiten der Möbel, 2–4 Wochen auf Handwerkerarbeiten und Aufbau. Bei Sonderanfertigungen (z. B. Greiner Individual) kann die Möbellieferzeit 12–20 Wochen betragen.
Was kostet die 3D-Visualisierung meines Salons? Bei 3A Concepts ist die 3D-Visualisierung im Beratungspaket enthalten. Externe Anbieter berechnen für fotorealistische Salon-Renderings typischerweise 800–3.000 € je nach Raumgröße und Detailgrad. Investition, die sich lohnt – weil sie teure Überraschungen beim Aufbau verhindert.
Brauche ich eine Baugenehmigung für den Salonausbau? Das hängt vom Umfang der Umbaumaßnahmen ab. Reine Innenausstattung (Möbel aufstellen, streichen, nicht-tragende Trennwände) ist in der Regel genehmigungsfrei. Neue Wasseranschlüsse, elektrische Hauptleitungen und tragende Wände erfordern je nach Bundesland und Gemeinde eine Baugenehmigung oder zumindest eine Anzeige. Sprechen Sie vor Baubeginn mit Ihrem Vermieter und ggf. dem zuständigen Bauordnungsamt.
Wie viele Frisierplätze passen auf 50 m²? Bei 50 m² Gesamtfläche können Sie realistischerweise 4–5 Frisierplätze und 1–2 Waschplätze unterbringen, wenn Sie auf alle Nebenzonen (Empfang, Warte, Labor, Lager) nicht vollständig verzichten. Kompakte Grundrisse mit 4 Plätzen auf 45–50 m² sind gut umsetzbar und in der Praxis häufig anzutreffen. 6 Plätze auf 50 m² gehen zu Lasten der Laufwege und des Komforts – wir raten davon ab.

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