Lager & Stauraum im Salon planen: Ordnung, kurze Wege und kein Chaos im Backstage
Stauraum ist der am häufigsten unterschätzte Teil der Salonplanung. Wer Lager, Schränke und Nachschub erst am Ende einplant, kämpft später mit vollen Flächen, langen Wegen und Chaos im Backstage. Dieser Beitrag zeigt, wie viel Stauraum ein Salon wirklich braucht und wo er hingehört.
Farben, Handtücher, Werkzeuge, Verkaufsware, Reinigungsmittel, Geräte: In einem Salon staut sich schnell mehr Material, als man denkt. Fehlt der passende Platz, landet es auf Arbeitsflächen, in Ecken oder im Pausenraum – und kostet bei jedem Handgriff Zeit. Gut geplanter Stauraum hält den Salon ruhig, sauber und effizient.
Drei Zonen für Stauraum
Stauraum ist nicht gleich Stauraum. Sinnvoll ist die Trennung nach Griffweite und Häufigkeit der Nutzung – was stündlich gebraucht wird, gehört an den Platz, was selten gebraucht wird, ins Lager.
- Am Arbeitsplatz: Schubladen und Trolleys für Werkzeug, Fön, Bürsten – in direkter Reichweite
- Im Bereich: Schränke an Color Bar und Waschplatz für Farben, Handtücher, Tagesbedarf
- Im Lager: geschlossener Raum oder Schrankwand für Nachschub, Großgebinde, Saisonware
Wie viel Lager braucht ein Salon?
Als grobe Faustregel sollten rund 8–12 % der Gesamtfläche für Lager und Stauraum eingeplant werden – je nach Leistungsspektrum auch mehr. Ein Salon mit eigener Farbabteilung und Retailverkauf braucht deutlich mehr als ein reiner Schneidesalon. Wichtiger als die reine Quadratmeterzahl ist die richtige Verteilung: lieber viele kleine, gut erreichbare Stauflächen als ein einziger weit entfernter Abstellraum.
Was wo gelagert wird
| Material | Sinnvoller Ort |
|---|---|
| Werkzeug, Fön, Scheren | Schublade/Trolley direkt am Frisierplatz |
| Farben & Entwickler | Geschlossener Schrank an der Color Bar, kühl und dunkel |
| Handtücher & Wäsche | Schrank am Waschplatz, frisch und gebraucht getrennt |
| Verkaufsware (Retail) | Nachschub im Lager, Sichtbestand im Verkaufsregal |
| Reinigung & Chemie | Separater, gekennzeichneter Schrank, getrennt von Produkten |
| Großgebinde & Saisonware | Lagerraum oder obere Schrankfächer |
Ordnung als System
Stauraum allein schafft keine Ordnung – erst ein System tut das. Feste Plätze, Beschriftung und ein einfaches Nachbestell-Prinzip (z. B. volle/leere Markierung) sorgen dafür, dass nichts ausgeht und niemand suchen muss. Das spart im Alltag mehr Zeit als jeder zusätzliche Quadratmeter.
- Feste, beschriftete Plätze für jedes Material
- Häufig Gebrauchtes auf Greifhöhe, Selteneres oben oder unten
- Klares Nachbestell-Signal, damit Nachschub rechtzeitig kommt
- Gefahrstoffe und Chemie getrennt und gekennzeichnet
Stauraum im Grundriss mitdenken
Stauraum gehört von Anfang an in den Grundriss – nicht erst, wenn die Fläche schon verplant ist. Eng verzahnt ist er mit der Color Bar, dem Waschplatz, dem Wäschemanagement und dem Retailbereich. Auch der Personalbereich profitiert, wenn Lager nicht im Pausenraum landet. Gerade auf kleiner Fläche entscheidet clever geplanter Stauraum über den Gesamteindruck.
Fazit
Stauraum ist kein Nebenthema, sondern ein Effizienzfaktor. Wer Lager und Schränke früh und nach dem Prinzip „kurze Wege“ plant, hält den Salon ruhig, sauber und schnell. Rechne mit rund 8–12 % der Fläche, nutze die Höhe und schaffe feste Plätze mit System. Den Gesamtüberblick gibt der Leitfaden zur Salonplanung, weitere Fragen beantwortet die FAQ-Seite.
Stauraum clever einplanen.
Schick uns deinen Grundriss. Wir planen Lager, Schränke und kurze Wege so, dass dein Salon aufgeräumt und effizient bleibt. Unverbindlich und kostenlos.
Angebot anfragen Zur BeratungSalon planen lassen?
Individuelle Beratung & 2D-/3D-Planung.