Hair Extensions & Haarpflegeprodukte im Salon richtig lagern | 3A Concepts

Hair Extensions, Haarfarben, Blondierungen und Pflegeprodukte sind im Salon hochwertige, oft kostspielige Waren – und gleichzeitig sensible Produkte, die bei falscher Lagerung schnell unbrauchbar werden. Wer hier nachlässig ist, verbrennt buchstäblich Geld. Gute Lagerhaltung ist ein unterschätzter Qualitätsfaktor.

Lagerung von Hair Extensions: Warum Bedingungen entscheidend sind

Echthaar-Extensions (Remy-Haar, slawisches Haar, indisches Haar) reagieren empfindlich auf Umgebungsbedingungen. Fehllagerung führt zu Trockenheit, Verfilzung, Elastizitätsverlust und Farbveränderung – und damit zu Rücksendungen oder Reklamationen, die dein Business und deinen Ruf kosten.

Umgebungsfaktor Ideal Problem bei Abweichung
Temperatur 15–25 °C (Raumtemperatur) Hitze (Dachboden, Heizung): trocknet Haar aus; Kälte: Versprödung
Luftfeuchtigkeit 40–60 % relative Luftfeuchte Zu trocken: Statikaufladung, Bruch; zu feucht: Schimmel, Geruch
Licht (UV) Kein direktes Sonnenlicht UV-Strahlung bleicht Echthaare aus, verändert Farbtreue
Druck Hängend oder locker aufgerollt Zusammengepresst: Dauerwellen, Druckstellen, Trassenverwerfungen
Verpackung Original-Seidenpapier oder Kunststoffschutz Ohne Schutz: Fusseln, Verfilzung durch Reibung

Optimale Lagerung nach Extension-Typ

  • Clip-In-Extensions: In flachen Schachteln oder Hängebügeln aufgerollt – nicht gefaltet; beschriften mit Farbe, Länge und Kaufdatum
  • Tape-In-Extensions: Bei Raumtemperatur, flach gelagert, Tapes abdecken damit sie nicht aneinander oder an Fremdstoffen kleben
  • Keratinbonds / I-Tips / U-Tips: Stehend in Schubladen oder hängend an Stiften – Bonding-Verbindungen nicht drücken
  • Weft-Extensions (Tressen): Aufgerollt, mit Gummiband gesichert, in beschrifteten Beuteln oder Schubladen

Lagerhaltung für Haarfarben und Chemikalien

Haarfarben, Blondierungspulver und Oxidationsmittel unterliegen strengen Lagervorschriften. Das Sicherheitsdatenblatt (SDB) jedes Produkts gibt Aufschluss über Anforderungen – hier die wichtigsten Grundregeln:

  • Alle Chemikalien getrennt von Lebensmitteln und brennbaren Materialien lagern
  • Wasserstoffperoxid-Oxidationsmittel (H₂O₂) nicht in der Nähe von Oxidationsmitteln oder brennbaren Stoffen lagern – Brandgefahr
  • Blondierungspulver trocken und kühl lagern – Feuchtigkeit führt zu Wirkungsverlust und kann Reaktionen auslösen
  • Farbprodukte nach FIFO-Prinzip verwalten (First In – First Out): Älteste Bestände zuerst aufbrauchen
  • Verfallsdaten kontrollieren: Viele Haarfarben haben eine Haltbarkeit von 2–3 Jahren ungeöffnet, 1–2 Jahren nach dem Öffnen des Flaschens

Lagerverwaltung im Salon: Einfache Systeme, die funktionieren

Viele kleine Salons scheitern nicht am Einkauf, sondern an der Übersicht: Produkte werden doppelt gekauft, weil man nicht weiß, was noch auf Lager ist – oder Bestellungen kommen zu spät, weil kein Mindestbestand definiert ist.

  • Mindestbestandsliste: Definiere für jedes Produkt einen Mindestbestand (z. B. 2 Flaschen Oxidationsmittel 6 %). Wenn dieser unterschritten wird, kommt die Bestellung
  • FIFO-Prinzip: Neues Produkt hinten einstellen, altes vorne entnehmen – für Farben und Pflegeprodukte gleichermaßen
  • Digitale Lagerverwaltung: Kassensysteme wie Phorest oder Treatwell Pro haben integrierte Lagerverwaltung – das erspart händische Listen
  • Monatsabschluss-Check: Einmal im Monat Lager auf Ablaufdaten, Zustand und Vollständigkeit prüfen
Extension-Muster für Kunden: Wenn du Kundinnen Extensions anbieten möchtest, lohnt sich ein kleines Musterset (unterschiedliche Farbtöne, mind. 5 cm lang) für die Farbanpassung. Diese separat und beschriftet lagern – sie sind Verkaufswerkzeug, nicht Verbrauchsware.

Lagerraum im Salon: Planung zahlt sich aus

Ein durchdachter Lagerbereich spart täglich Zeit. Grundausstattung:

  • Trockene, gut belüftete Fläche (kein Keller mit Feuchtigkeitsproblemen)
  • Beschriftete Regale oder Schubladen nach Produktkategorie sortiert
  • Eigener Bereich für Chemikalien, getrennt von Extensions und Pflegeprodukten
  • Sichtfenster oder offene Regale für häufig gebrauchte Produkte – so sieht man auf Anhieb, was zur Neige geht

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