Rezeptionsbereich im Salon ausstatten

Der Rezeptionsbereich ist der erste und letzte Kontaktpunkt jedes Salonbesuchs – und trotzdem wird er bei der Einrichtungsplanung oft auf den Tresen reduziert. Was wirklich alles dazugehört, um Empfang, Abrechnung und Kundenbetreuung professionell abwickeln zu können, zeigt diese Übersicht.

Was den Rezeptionsbereich ausmacht

Der Rezeptionsbereich ist mehr als ein Möbelstück: Er ist der Ort, an dem Termine vergeben, Zahlungen abgewickelt, Produkte verkauft, Fragen beantwortet und der erste Eindruck geprägt werden. Ein gut ausgestatteter Empfang funktioniert wie ein kleines Cockpit – alles ist griffbereit, der Überblick ist jederzeit gewahrt, und der Kunde wartet nie länger als nötig. Gleichzeitig muss der Bereich repräsentativ aussehen: Was hinter dem Tresen liegt, spricht für die Qualität des ganzen Salons.

Die vollständige Ausstattungsliste

Bereich Was gehört dazu Hinweise
Kasse & Zahlungsabwicklung Tablet/PC mit Kassensystem, Bondrucker, Kassenlade, Kartenlesegerät TSE-konform, WLAN-/Netzwerk-Anschluss erforderlich
Terminverwaltung Terminbuch (digital oder analog), Telefon/Headset für Buchungen Integriertes System empfohlen (Kasse + Termin in einem)
Kundenkommunikation Visitenkartenständer, Terminkartenbox, Notizblock & Stift Auch wenn alles digital läuft, gut für Notfälle
Retail & Produktverkauf Präsentationsfläche, Regal oder Rückwandvitrinen für Pflegeprodukte Impulskauf-Position: in Sichtlinie des wartenden Kunden
Garderobe Kleiderhakenleiste, Regenschirmständer, evtl. Schließfächer Abgetrennt vom Tresen, aber im Sichtfeld des Empfangs
Beleuchtung Arbeitslicht am Tresen (mind. 300–500 Lux), Atmosphäre-/Akzentlicht CRI >90 für natürliche Farbwiedergabe
Steckdosen & Technik Ausreichend Steckdosen für Kasse, Ladekabel, Kartengerät, Telefon Mindestens 4–6 Steckdosen hinter dem Tresen planen
Stauraum Unterschränke für Putzmittel, Tüten, Registrierbögen, Terminkalender Abschließbar für Kasse und persönliche Dinge

Tresenhöhe und Arbeitsergonomie

Der Empfangstresen sollte auf der Kundenseite etwa 95–105 cm hoch sein – das entspricht einer angenehmen Stehhöhe für Gespräche. Auf der Arbeitsseite empfiehlt sich eine tiefere Arbeitsfläche (75–85 cm) für das Tippen auf dem Tablet oder für Bucharbeit im Sitzen. Wer einen höhenverstellbaren Unterschrank oder einen Hocker hinter dem Tresen nutzt, schont Rücken und Beine bei langen Schichten.

Produktverkauf am Empfang richtig inszenieren

Der Rezeptionsbereich ist der beste Verkaufsplatz im Salon: Jeder Gast passiert ihn zweimal. Eine übersichtliche, hochwertige Warenpräsentation – wenige Produkte, gut beleuchtet, mit sichtbarem Preisschild – steigert den Retail-Umsatz ohne aktives Verkaufsgespräch. Mehr zum Thema finden Sie im Artikel zum Retail- und Verkaufsbereich im Salon.

Praxis-Tipp: Planen Sie den Empfangsbereich mit einem einzigen klaren Sichtfokus: Wenn ein Kunde durch die Tür tritt, soll er sofort wissen, wo er hinmuss – und eine freundliche Person dahinter sehen. Alles, was diesen Blick stört (Papierstapel, Taschen, Putzmittel), gehört in abgeschlossene Unterfächer. Ein aufgeräumter Empfang kommuniziert Professionalität, bevor ein Wort gesprochen wurde.

Technik und Empfang gemeinsam planen

Steckdosen, Netzwerk und Licht am Empfang müssen in der Elektroplanung von Anfang an berücksichtigt werden – nicht nachträglich mit Verlängerungskabeln. Der Empfangstresen selbst wird im Artikel Empfangstresen planen ausführlich behandelt; der gesamte Wartebereich im Artikel Empfang & Wartebereich gestalten.

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